Warum immer mehr Tesla-Fahrer Steine ins Auto legen

Shield Drive · Journal

Ich fahre seit 2025 selbst ein Model Y. Und ja – bei mir liegt ein schwarzer Stein in der Mittelkonsole.

Der Stein war allerdings nicht von Anfang an da.

Ein Satz von Bekannten hat mich irgendwann auf das Thema gebracht:

„Du fährst doch in einer Mikrowelle."

Ich habe darüber zuerst gelacht. Ganz ehrlich: Was soll man auf so einen Satz auch antworten?

Aber irgendwann blieb er im Kopf.

Denn wenn man selbst täglich ein Elektroauto fährt, fängt man irgendwann an, genauer hinzusehen: Da ist die Hochvoltbatterie unter dem Fahrzeug. Leistungselektronik. Kabel. Elektromotoren. Dazu Bluetooth, WLAN und Mobilfunk.

Was davon ist tatsächlich messbar? Wie stark sind die Felder im Innenraum? Und ist ein Elektroauto wirklich stärker belastet als ein Verbrenner?

Ausgerechnet ich habe angefangen, darüber nachzudenken.

Denn ich beschäftige mich beruflich mit Mineralien. Ich weiß deshalb auch, dass rund um das Thema „Schutzsteine" jede Menge Versprechen kursieren, die man besser nicht einfach übernehmen sollte.

Also habe ich recherchiert.

Ich habe Messungen und Studien gelesen, Artikel dazu gefunden und Diskussionen von Tesla-Fahrern verfolgt. Und irgendwann lag tatsächlich ein schwarzer Stein in meiner Mittelkonsole.

Nicht als wissenschaftlicher Beweis. Nicht als Ersatz für Messungen. Und schon gar nicht als Versprechen, dass ein Stein ein Elektroauto komplett abschirmen kann.

Ich wollte einfach wissen, was an der Sache dran ist.

Und dann ist mir noch etwas aufgefallen:

Der Stein sah in der Mittelkonsole verdammt gut aus.

Perspektive Selbstfahrerin & Mineralien-Atelier
Thema Tesla · Elektromagnetische Felder · Mineralien
Dauer 12 Minuten Lesezeit
Mineralien in der Mittelkonsole eines Tesla Model Y

Ein Tesla-Innenraum ist konsequent digital: Display, Glas, glatte Flächen, wenig Schalter. Ein Stein verändert daran technisch nichts. Aber er bringt etwas zurück, das im digitalen Innenraum fast verschwunden ist: Gewicht, Struktur und echtes Material.

01 · Warum gerade Tesla?

Weil der Tesla-Innenraum so reduziert ist, dass ein Stein plötzlich auffällt.

Das ist vielleicht der unerwartetste Teil der Geschichte.

Ein Model Y braucht erstaunlich wenig, um wie ein Auto zu wirken. Ein großes Display, ein Lenkrad, Sitze, Glas, glatte Flächen. Viele Funktionen, die früher über Schalter und Knöpfe bedient wurden, sind im Bildschirm verschwunden.

Genau diese Reduktion ist einer der Gründe, warum viele Menschen Tesla mögen. Der Innenraum wirkt ruhig. Aufgeräumt. Anders.

Aber nach ein paar hundert Kilometern fällt einem auch auf, wie wenig unterschiedliche Materialien eigentlich vorhanden sind.

Und dann liegt da plötzlich ein Stück Gestein.

Nicht glatt. Nicht perfekt. Nicht hergestellt, damit es exakt wie das nächste aussieht. Sondern schwer, kühl, unregelmäßig und mit einer Oberfläche, die man tatsächlich spürt.

Das ist ein kleiner Kontrast – aber genau deshalb funktioniert er.

Vielleicht braucht ein digitales Auto
keinen digitalen Innenraum.

02 · Elektrosmog – was ist wirklich dran?

Die Frage, die man irgendwann sowieso googelt.

Wenn du einen Tesla fährst, kennst du wahrscheinlich mindestens eine Variante dieser Frage: Wie viel elektromagnetische Strahlung gibt es eigentlich im Auto?

Batterie, Motor, Hochvoltleitungen und Leistungselektronik erzeugen elektrische und magnetische Felder. Gleichzeitig befinden sich im Fahrzeug Funktechnik und zahlreiche elektrische Verbraucher. Das ist zunächst einmal Physik – und keine Tesla-Besonderheit.

Interessant wird es beim Vergleich. Der häufige Gedanke „Elektroauto = mehr Elektrosmog" greift zu kurz. Auch Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor haben elektrische und magnetische Felder. Und moderne Elektrofahrzeuge werden so konstruiert, dass die relevanten Komponenten und Leitungen entsprechend geführt und abgeschirmt werden.

Genau deshalb hat das Bundesamt für Strahlenschutz die Exposition in und um Fahrzeuge mit elektrischen Antriebssystemen systematisch untersuchen lassen. Das Forschungsprojekt betrachtet unter anderem Batterie, Antriebssysteme, Hochvoltleitungen, Stromwandler und auch die Ladesituation. Es geht also nicht um die einfache Frage „E-Auto oder Verbrenner?", sondern darum, wo welche Felder tatsächlich auftreten und wie hoch die Exposition ist.

Auch der von mir gelesene Beitrag von E-Mobility Today kommt zu einem für viele überraschenden Ergebnis: Die gemessene Belastung ist nicht automatisch im Elektroauto höher; in bestimmten Bereichen können Verbrenner sogar höhere Werte aufweisen.

Das bedeutet allerdings nicht, dass man aus einem einzelnen Messwert eine allgemeingültige Aussage über jedes Fahrzeug ableiten kann. Fahrzeugmodell, Antrieb, Betriebszustand, Position im Fahrzeug und Messmethode spielen eine Rolle.

Und genau hier beginnt für mich die interessante Trennung:

  • Messbare elektromagnetische Felder gibt es. Das ist keine Glaubensfrage.
  • Die Höhe der Exposition hängt von vielen Faktoren ab. Ein Elektroauto ist nicht automatisch stärker belastet als ein Verbrenner.
  • Aus einem Mineral allein lässt sich kein gesundheitlicher Schutz ableiten. Dafür wäre eine konkrete, geprüfte Abschirmung mit definierten Materialien, Geometrien und Frequenzbereichen erforderlich.

Genau deshalb möchte ich bei Shield Drive nicht so tun, als wäre ein schwarzer Stein eine magische Schutzkapsel für dein Auto.

Das wäre wissenschaftlich nicht seriös.

03 · Was Tesla-Fahrer darüber diskutieren

Die Diskussion ist längst da – nur nicht immer besonders sachlich.

Wenn man sich durch Tesla-Foren und Reddit bewegt, findet man immer wieder dieselben Fragen: Kribbeln im Körper. Magnetfelder. Batterie unter dem Sitz. Hochvoltkabel. Elektrosmog. Manche Fahrer machen sich überhaupt keine Gedanken darüber. Andere suchen sehr genau nach Messwerten und Erfahrungen.

Interessant ist dabei weniger, ob ein einzelner Forenbeitrag recht hat. Das lässt sich aus einem persönlichen Gefühl ohnehin nicht ableiten.

Interessant ist, dass die Frage überhaupt auftaucht.

Denn sobald ein Auto so stark elektrifiziert und digitalisiert ist wie ein Tesla, beschäftigt sich ein Teil der Fahrer automatisch intensiver mit dem, was unter der Oberfläche passiert.

Und dann entstehen zwei Extreme:

Die einen sagen: „Alles Panikmache."

Die anderen suchen nach einem Stein, Sticker oder irgendeinem anderen Produkt, das angeblich alles abschirmt.

Beides ist mir zu einfach.

Ich finde die spannendere Frage: Was wissen wir tatsächlich – und was können Mineralien als Material überhaupt leisten?

04 · 2 Milliarden Jahre vor deinem Tesla

Wo Schungit wirklich herkommt.

Schungit kommt aus der Region um den Onegasee in Karelien im Nordwesten Russlands. Die dortigen schungithaltigen Gesteine gehören zu sehr alten paläoproterozoischen Formationen.

Geologische Untersuchungen datieren die entsprechenden Gesteine auf ungefähr 2 Milliarden Jahre.

Das ist eine Zahl, bei der selbst ein Tesla ziemlich jung aussieht.

Schungit ist dabei kein klassischer „Kristall" wie Quarz. Es handelt sich um ein kohlenstoffreiches Naturmaterial beziehungsweise kohlenstoffreiches Gestein mit unterschiedlichen Mineralanteilen und sehr unterschiedlichen Kohlenstoffgehalten.

Genau diese Zusammensetzung macht das Material wissenschaftlich interessant. Untersuchungen haben gezeigt, dass die elektrische Leitfähigkeit von Schungit stark von Kohlenstoffgehalt und Mikrostruktur abhängt.

Das ist für mich der spannende Punkt: Nicht irgendeine mystische Eigenschaft macht Schungit interessant, sondern seine tatsächliche Materialstruktur.

Und wenn man einen massiven schwarzen Schungit-Ziegel in der Hand hält, braucht es dafür eigentlich gar keine große Geschichte.

Man merkt sofort, dass man etwas anderes in der Hand hält als Kunststoff.

05 · Vier Mineralien, vier Eigenschaften

Warum gerade diese vier?

01 · Karelien

Schungit

Kohlenstoffreiches Naturmaterial mit messbarer elektrischer Leitfähigkeit, abhängig von Zusammensetzung und Struktur. Tiefschwarz, massiv und charakteristisch in seiner Oberfläche.

02 · Peru

Pyrit

Metallisch glänzend und häufig würfelförmig ausgebildet. Pyrit ist ein Eisen-Sulfid mit interessanten elektrischen Eigenschaften und bringt gleichzeitig einen völlig anderen Charakter in das Set.

03 · Naturmaterial

Schwarzer Turmalin

Turmalin gehört zu den Mineralen, bei denen piezoelektrische und pyroelektrische Eigenschaften untersucht sind. Druck oder Temperaturänderungen können elektrische Ladungen an den Kristallflächen erzeugen.

04 · Lithiumhaltiger Glimmer

Lepidolith

Ein lila bis rosafarbener Glimmer, der Lithium enthält. Das Lithium ist auch Bestandteil vieler moderner Lithium-Ionen-Batteriesysteme – mineralogisch betrachtet also eine interessante Verbindung zur Welt der Elektromobilität.

06 · Was das Material tatsächlich kann

Keine Wunderbehauptungen. Lieber echte Materialforschung.

Genau hier wollte ich bei Shield Drive einen anderen Weg gehen.

Es gibt tatsächlich wissenschaftliche Arbeiten zu den elektrischen und elektromagnetischen Eigenschaften von Schungit. Das ist interessant. Aber man muss sehr genau lesen, was dort tatsächlich untersucht wurde.

In einer Arbeit aus dem Jahr 2019 wurden unter anderem statische und dynamische elektrische Leitfähigkeit verschiedener Schungit-Materialien untersucht.

Eine weitere Arbeit aus dem Jahr 2021 untersuchte ultradünne Platten aus natürlichem Schungit als Material für elektromagnetische Abschirmung. Dabei ging es um definierte, technisch hergestellte beziehungsweise aufbereitete Platten und konkrete Mikrowellen-Frequenzbereiche.

Das ist etwas völlig anderes als zu behaupten: „Ein kleiner Schungitstein in der Mittelkonsole schützt dich vor Elektrosmog."

Diese Aussage kann ich aus den Studien nicht ableiten.

Und genau diese Grenze möchte ich einhalten.

  • Schungit ist elektrisch leitfähig – abhängig von Zusammensetzung und Struktur.
  • Schungit-haltige Materialien können unter definierten Bedingungen elektromagnetische Strahlung reflektieren beziehungsweise absorbieren.
  • Daraus folgt nicht automatisch eine gesundheitlich relevante Abschirmwirkung eines einzelnen Natursteins im Fahrzeuginnenraum.

Das klingt vielleicht weniger spektakulär als manche Werbeversprechen im Internet. Dafür ist es ehrlich.

1999 · Geologie

Melezhik et al. – Karelischer Schungit

Geologische und geochemische Untersuchung der rund 2 Milliarden Jahre alten schungitreichen Formationen am Onegasee.

DOI ansehen

2019 · Leitfähigkeit

Golubev et al. – Leitfähigkeit von Schungit

Untersuchung der statischen und dynamischen elektrischen Leitfähigkeit kohlenstoffreicher Schungit-Materialien und des Einflusses von Struktur und Kohlenstoffgehalt.

DOI ansehen

2021 · Abschirmung

Antonets et al. – elektromagnetische Abschirmung

Untersuchung dünner Schungit-Platten hinsichtlich Reflexion und Absorption elektromagnetischer Strahlung im Mikrowellenbereich.

DOI ansehen

2025 · Verbund

Samukhina & Buryak – Schungit-haltige Materialien

Untersuchung der Absorptions- und Abschirmeigenschaften von Schungit als Füllstoff in Verbundmaterialien für Radio- und Mikrowellenbereiche.

DOI ansehen
Weiterlesen

Bundesamt für Strahlenschutz: Forschung zur Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern der Elektromobilität, einschließlich Messungen während der Fahrt und beim Laden. Originalquelle ansehen

E-Mobility Today: Einordnung von Elektromagnetfeldern in Elektroautos und Verbrennern. Der Artikel war einer der Anstöße für meine eigene Recherche. Artikel lesen

Was nicht digital ist,
muss nicht aktualisiert werden.

07 · Warum ein Stein im Tesla plötzlich Sinn ergibt

Dein Auto ist digital. Dein Innenraum muss es nicht sein.

Vielleicht ist das am Ende sogar der schönere Teil der Geschichte.

Denn selbst wenn man die gesamte Elektrosmog-Diskussion einmal beiseitelässt, bleibt ein ziemlich interessantes Phänomen:

Je digitaler unsere Umgebung wird, desto stärker fällt uns auf, was nicht digital ist.

Mechanische Uhren werden nicht deshalb interessant, weil eine Smartwatch die Zeit nicht anzeigen könnte. Papier verschwindet nicht, weil ein Smartphone keine Notizen speichern kann. Und Vinyl ist nicht zurückgekommen, weil Streaming schlecht funktioniert.

Es geht um etwas anderes: Haptik, Material und das Gefühl, etwas Echtes in der Hand zu haben.

Genau das passiert auch in der Mittelkonsole.

Du sitzt im Tesla. Das Display ist an. Navigation, Musik, Assistenzsysteme, Reichweite, Ladezustand – alles digital.

Und daneben liegt etwas, das mit keinem Update zu tun hat.

Ein Stein verändert seine Oberfläche nicht, weil Tesla eine neue Softwareversion veröffentlicht.

Er ist einfach da.

Und vielleicht ist genau das der Reiz.

08 · Vom eigenen Tesla ins Atelier

Aus einem Stein in meiner Mittelkonsole wurde Shield Drive.

Irgendwann war aus dem Gedanken mehr geworden als ein einzelner schwarzer Stein.

Ich wollte wissen, welche Mineralien sich sinnvoll miteinander kombinieren lassen, welche Eigenschaften tatsächlich belegt sind und welche Materialien sich überhaupt für einen Platz im Auto eignen.

So entstand Shield Drive.

Nicht als elektronisches Gerät. Nicht als App. Nicht als weiteres Zubehör, das mit dem Fahrzeug kommunizieren muss.

Sondern als mineralisches Interieur-Set für Tesla und andere E-Autos.

Die Mineralien werden bei mir im Atelier ausgewählt und zu den jeweiligen Sets zusammengestellt. Dabei geht es mir nicht darum, jedem Stein eine übernatürliche Fähigkeit zuzuschreiben.

Ich möchte zeigen, was an den verwendeten Mineralien tatsächlich interessant ist – geologisch, mineralogisch und materialtechnisch.

Und natürlich darf ein Set dabei auch einfach gut aussehen.

Denn wenn du deinen Tesla liebst, darfst du ihn auch persönlich machen.

Mit Felgen. Mit einem Wrap. Mit anderem Licht. Oder eben mit einem Stück Natur in der Mittelkonsole.

Für mich war es am Ende eine Kombination aus zwei Dingen: der Frage nach dem Elektrosmog – und dem Wunsch, etwas Echtes in diesem extrem digitalen Innenraum zu haben.

Beides darf nebeneinander existieren.

Mineralien statt Elektronik Kein Kabel, keine App und keine Verbindung zum Fahrzeug.
Echte Naturmaterialien Mineralien mit eigener Struktur, Oberfläche und Herkunft.
Für deinen Innenraum Ein bewusst gesetzter Kontrast zur digitalen Welt des E-Autos.

Vielleicht ist die Frage gar nicht,
ob ein Stein in ein Tesla gehört.

Sondern warum er sich dort so selbstverständlich anfühlt.

Ich kann dir nicht versprechen, dass ein Stein deinen Tesla in einen Schutzraum verwandelt. Das wäre eine Behauptung, die ich wissenschaftlich nicht belegen kann.

Was ich dir sagen kann: Elektromagnetische Felder in Fahrzeugen sind real. Ihre Stärke hängt von vielen Faktoren ab. Die Forschung dazu ist differenzierter, als es manche Schlagzeile vermuten lässt. Und bestimmte kohlenstoffreiche Materialien wie Schungit haben tatsächlich interessante elektrische und elektromagnetische Materialeigenschaften.

Und dann gibt es noch den ganz einfachen Grund:

Ein Stück Natur kann einem sehr digitalen Auto erstaunlich viel Charakter geben.

Genau deshalb liegt bei mir dieser schwarze Stein in der Mittelkonsole.

Wenn du das gleiche Gefühl in deinem Auto willst – hier sind die Sets.

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Die 5 größten Mythen über Mineralien im Auto

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Nachhaltigkeit im Auto: Warum echte Materialien die bessere Wahl sind